Mutter mit Kind

Solidargehalt – Erziehung

Erziehung ist eine Aufgabe für die Zukunft aller

Der Schrei nach Kita´s, am besten sofort nach dem Kreißsaal, Ganztagsschulen, 24/7-Kinderhorte klingt durchs Land. Den Frauen wurde im Zuge einer Emanzipation erklärt, sie müssen jetzt Männer werden und Karriere machen. Frau sein, oder gar Mutter, ist „rückwärtsgewandt“. Nur den Wunsch, Mutter zu sein, konnte man auch mit größter Anstrengung nicht aus diesem Teil der Menschheit heraus indoktrinieren.
Mit dem Ergebnis, Kinder erleben heute ihre Mütter/Väter nur todmüde nach Feierabend und ganz früh morgens als gestresste Taxifahrer zur Kita. Entweder hat man sich für eine, am besten erfolgreiche, Karriere entscheiden oder die Haushaltskasse zwingt beide Elternteile zur Erwerbsarbeit.

Kinder wurden zu BIP-relevanten Faktoren

Kindererziehung hat man zum BIP-relevanten Faktor des Wirtschaftssystems erklärt. Die Wirtschaft hat sich der Verantwortung weitgehend entzogen. Dieses zu einer gesellschaftlichen Aufgabe zu machen, ist so, als wenn das Land NRW die Bagger im Braunkohletagebau den Energieoligarchen stellt und bezahlt.
Elterngeld, Freibeträge sind kleine zaghafte Ansätze Familien gerecht zu werden. Die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses hilft Alleinerziehenden nur bedingt. Kinder brauchen vor allem eines: Bindung!
Wenn Rohstoffpreise steigen, dann ist ein kurzes Aufbäumen zu hören, danach wird klaglos bezahlt. Also müssen wir Arbeitsleitung teurer machen, damit dort ein Umdenken einsetzt.

Solidargehalt – Erziehung

Ein Solidargehalt für den Erziehenden, der sich um das Heranwachsen der Kinder kümmert. Für eine Frühstück sorgt, fürs Pausenbrot, saubere Wäsche und eine warme Mahlzeit nach der Schule, Hausaufgabenhilfe und Hobby betreut. Gerade Alleinerziehende leiden unter diesem Zustand, den Anforderungen an „Elternsein“ niemals gerecht zu werden, ohne sich selbst zu vergessen.

Gerade Alleinerziehende sind hier eine erschreckend große Zahl von Betroffenen. Fast 40 Prozent der Eineltern-Familien sind auf Hartz IV angewiesen.

Die Folgen dieser Fehlentwicklung zahlen schon heute alle. Sonderpädagogik, Psychologen, gesundheitliche Ernährungsfolgen, das berühmte Ritalin, bis hin zu Spätfolgen, die wir am besten gar nicht betrachten.
Die Finanzierung dieses Erziehungsgehaltes könnte man wohl schon aus den vorgenannten Faktoren realisieren. Zumindest bis zur Einschulung, sollte es den Erziehenden eine Option eröffnen, ihrem Kind den Start ins Leben mit Empathie und ohne Not, sei es wirtschaftliche oder seelische, zu geborgen zu sichern.