Industrie 4.0

Arbeit und Soziales

Definition von Arbeit, Verteilung und Entlohnung von Arbeit muss neu gedacht werden. Hier sind neue Modelle erforderlich, die der gesamtwirtschaftlichen Leistung zu einer Wertschöpfung gerecht werden. Unternehmer und Unternehmen müssen wieder die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und sich in die Gesellschaft als eines von vielen Teilen einordnen.

Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung (Industrie 4.0), werden gerade in einem Hochtechnologieland wie Deutschland Umbrüche im Arbeitsmarkt zu erwarten sein, deren Ausmaß wir nur erahnen können. Der Trend des Wegfalls von industrieller Massenfertigung und Arbeit mit geringerer Anforderung wird sich fortsetzen und sogar verstärken.

DiDeD will ausdrücklich der Definition, dass „Sozialleistungen“ und „Transfers“ eine Belastung der öffentliche Haushalte, und damit der Steuerzahler, darstellen, widersprechen!

  • Begrenzung von Leiharbeit
    Leiharbeit als Instrument der Wirtschaft, Produktionsspitzen oder einzelne Projekte bewältigen zu können, ohne den Personalstand aufzublähen, kann ein sinnvolles Instrument sein. Ein Ersatz von Stammbelegschaft darf draus nicht erwachsen. Diese Art von Arbeitsplätzen darf max. fünf Prozent der Gesamtarbeitsplätze am ausführenden Standort betragen.
  • Bezahlung von Leiharbeit
    Mitarbeiter, die über einen externen Arbeitgeber (Leihe/Werkvertrag)  sind grundsätzlich nach der Prämisse „Gleiches Geld für gleiche Arbeit“ zu entlohnen. Hier gelten die Tarifbestimmungen des Betriebes/Standortes, an dem die Arbeit stattfindet. Eine Zulage von 10-15% zum örtlichen Tariflohn, wäre eine sinnvolle Verteuerung von Fremdarbeit. Sie würde die Auswüchse verringern und das Risiko des ausgeliehenen Arbeitnehmers zumindest abfedern.
  • Verbot von Auslagerung
    die trickreiche Auslagerung von Arbeitnehmern, wie wir sie inzwischen erleben, die z.B. über eigens zum Verleih von Arbeitskräften gegründete Tochtergesellschaften stattfindet, muss verboten werden. Eine personelle, juristische, kapitale oder konzernverbundene Verquickung mit Verleihfirmen ist zu untersagen.
  • Auslagerung durch Scheinselbstständigkeit
    Die inzwischen beliebte Möglichkeit, ganze Betriebsteile (wie Außendienst/Logistik) über das Abdrängen in Selbstständigkeit als Risikominimierung zu betreiben, ist zu unterbinden. Solche Mitarbeitergruppen sind in die 5-Prozent-Regel und Entgeltregel von Leiharbeit einzurechnen.
  • Sozialversicherung für Selbstständige
    In Anlehnung an das Schweizer Modell der Sozialversicherung für Selbstständige, ist ein gesetzliche Sozialkasse einzuführen. Ein Weg wäre ähnlich der Künstlersozialkasse. Die Abwälzung der Armut im Alter, Krankheit, oder Scheitern eines Geschäftsmodells kann nicht weiter nur in der gesetzlichen Grundsicherung geparkt werden.
  • Eindämmen von Befristung von Arbeitsverträgen
    Neben der üblichen Probezeit (max. sechs Monate), die dem gegenseitigem Kennenlernen dient, ist eine Befristung von Arbeitsverträgen nur analog der Forderung zu Zeitarbeit zulässig. Als Disziplinierungsinstrument ist eine solche Strategie des „in Angst halten“ zu ächten.
  • Tarifbindung und Flächenwirkung
    Die abnehmende Zahl der organisierten abhängig Beschäftigten und die Flucht der Unternehmen aus der Tarifbindung, sind Anzeichen für eine drastisch abnehmende Achtung voreinander. Hier ist eine neutrale Kommission für Entgeltordnung zu schaffen, die diese flächendeckend bindend erklären kann.